Unser Bild vom Kind

"Das Kind ist von Natur aus gut, man muss es nur wie ein Gärtner hegen." (Fröbel)

Uns als Personal ist es sehr wichtig, dass einzelne Kind mit allen seinen Stärken und Schwächen, Besonderheiten und Interessen anzunehmen, ihm Würde, Achtung und Respekt entgegenzubringen und ihm zu helfen, eine selbstbewusste, eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln, d.h. personale Kompetenz zu erwerben.

Andererseits soll das Kind aber auch lernen, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zum Wohle der Gruppe zurückzustellen und sich in die Gemeinschaft zu integrieren (=soziale Kompetenz).

So wie ein Garten verwildert, wenn man ihn nicht unermüdlich bestellt und hegt, so ist es auch mit den Energien der Kinder.

Die Emotionen, der Bewegungsdrang und die kindlichen Bedürfnisse müssen einen angemessenen Raum im Kindergartenalltag bekommen und in geregelte Bahnen gelenkt werden, sonst entstehen Chaos, Unruhe, Unsicherheit und Ängste.

Das Personal fungiert hierbei als "Gärtner", der dem Kind hilft, geeignete Strukturen für seine Bedürfnisse zu finden und seine Talente und Fähigkeiten "zum Blühen" zu bringen.

"Erziehung ist Liebe und Vorbild, sonst nichts." (Fröbel)

Es ist uns wichtig für die Kinder eine liebevolle Atmosphäre zu schaffen, in der sie bereitwillig Neues ausprobieren und lernen können, keine Angst vor Fehler und Versagen haben müssen und eine positive Lebenseinstellung vermittelt bekommen.

Die Kinder lernen unbewusst sehr viel durch Nachahmung von Bezugspersonen (auch von anderen Kindern), deshalb ist es uns ebenfalls wichtig, den Kindern ein gutes Vorbild zu sein, z.B. andere ausreden lassen, Hausschuhe anziehen, miteinander aufräumen und vieles mehr.

Auch bei der Bewältigung von Konflikten, der Toleranz gegenüber anderen, der Art wie er auf seine Mitmenschen zugeht kann der Erwachsene allein durch sei positives Vorbild den Kindern sehr viele Eigenschaften vermitteln.

Für unser Personal bedeutet das, sich selbst, die eigene Einstellung und Verhaltensweisen immer wieder zu reflektieren, zu überdenken und sich selbst bewusst zu machen, was diese beim Kind bewirken können!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für uns, den Kindern möglichst viel Zeit und Raum für ihr eigenes kreatives Spiel zu geben.

Die heutige Kindheit ist oft sehr verplant und es bleibt neben Fußballtraining, Ballettunterricht, Musikschule u.ä. kaum noch Zeit fürs wichtige Spielen.

Im Spiel setzen sich die Kinder mit sich und der Umwelt auseinander, erweitern ihre Selbst-, Sach-, und Sozialkompetenzen und verarbeiten neue Eindrücke und Gefühle. Dem Spiel der Kinder sollte daher oberste Priorität eingeräumt und Spielunterbrechungen möglichst vermieden werden.

"Das Spiel ist die Arbeit des Kindes" sagte Fröbel und entsprechend sollte dies auch respektiert und gewürdigt werden!

Zum Nachdenken für alle, die mit Kindern zu tun haben:

"Manchmal sind wir so damit beschäftigt, unseren Kindern zu geben, was wir nicht gehabt haben, dass wir darüber vergessen ihnen zu geben, was wir eins hatten..."