Pädagogische Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplanes in unserer Einrichtung

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit darstellen. Diese umfassen die Bereiche der musikalischen Erziehung, der Bewegungserziehung, der ŸSpracherziehung, Bereiche der Montessori-Pädagogik, Natur- und Umwelterfahrungen und weitere Erziehungsbereiche bzw. Angebote für die Kinder

Musikalische Erziehung


Die musikalische Erziehung hat bei uns einen hohen Stellenwert und ist der Bereich, welcher unsere Einrichtung besonders kennzeichnet, daher möchten wir ihn an erster Stelle aufführen.


Das gemeinsame Singen und Musizieren fördert die Sprachentwicklung, die Merkfähigkeit (Liedtexte lernen), das Selbstbewusstsein (Instrumente spielen, vorsingen) und das Rhythmusgefühl (verschiedene Taktarten, Klatschen).
Singen fördert weiterhin die Stimmbildung, die Ausdrucksfähigkeit, den Wortschatz und die Atmung und fördert die Gemeinschaft.


Außerdem trägt das gemeinsame Musizieren zu einer fröhlichen Atmosphäre bei und verschafft den Kindern eine positive Grundstimmung.


Wir haben für unseren Kindergarten die Auszeichnung "FELIX - kleine Kinder singen gern" vom Musikbund bekommen, dafür müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden wie z.B. das tägliche Singen in einer kindgerechten Tonlage.

Folgende Angebote finden bei uns regelmäßig statt:

  • Klanggeschichten
  • Tänze und Bewegungslieder, auch Aufführungen (z.B. beim Maibaum)
  • Großes Repertoire an Liedern (zu den verschiedenen Jahreszeiten, zu verschiedenen Themen, zu Festen, Kirchenlieder, englische Lieder usw.)
  • Ab vier Jahren: Angebot für musikalische Früherziehung, einmal wöchentlich
  • Tägliches Singen ist fester Bestandteil des Tagesablaufs, die Lieder werden mit der Gitarre begleitet
  • Einsatz von Orffinstrumenten und Percussion, auch mit dem Körper (Stampfen, Klatschen usw.)
  • Gemeinsame Singkreise mit den Eltern
  • Ständchen singen für liebe Nachbarn und Freunde des Kindergartens
  • Musik hören (vor allem im Turnraum, Bewegungslieder von CDs)

Umwelt


Wir setzen den großen Bereich Umwelt folgendermaßen um:


Naturbegegnungen

  • Täglicher Aufenthalt im Freien, entweder in unserem Garten oder bei Spaziergängen durch das Dorf und die Flure
  • Dadurch erleben wir bewusst die Elemente und den Wechsel der Jahreszeiten (Säen und Ernten; Gartenpflege; Blätter sammeln und Laub rechen; Schnee schieben; Vögel füttern; Käfer, Regenwürmer, Eichhörnchen und viele andere Tiere beobachten; Erfahrungen mit Wasser, Erde und Sand machen; auf Bäume klettern und vieles mehr).
  • Waldtage
  • Bei Spaziergängen und Wanderungen gibt es für die Kinder viel zu entdecken: Blumengärten, den Bach, verschiedene Tiere wie Hunde, Katzen oder Hühner. Außerdem sammeln wir Naturmaterial wie Blätter, Kräuter, Kastanien und verwerten dieses später.
  • In unserem Gruppenraum gibt es einen Jahreszeitentisch, der stetig neu und passend zur jeweiligen Jahreszeit geschmückt und dekoriert wird.
  • Religiöse Anschauungen und Einheiten (z.B. Apfel, Tannenzweig, Blume)
  • Die Großen machen jedes Jahr ein Projekt auf dem Bauernhof

Umweltschutz und Umweltbewusstsein

  • Wasserschutz, Wasser sparen, Wasserkreislauf kennenlernen
  • Mülltrennung und Müllvermeidung (Brotdosen statt Alufolie usw.)
  • Umweltprobleme behandeln (z.B. Papierherstellung, Auto fahren, Tierhaltung) und Handlungsmöglichkeiten erfahren
  • Verantwortung für die Umwelt und die Lebewesen übernehmen (Laubhaufen für Igel errichten, Nüsse für die Eichhörnchen übrig lassen, Würmer in die Erde legen, keinen Müll wegwerfen, "Rama-Dama"-Aktion durchführen usw.)
  • Gesunde Lebensmittel kennenlernen und kaufen
  • Umweltprojekte: Hochbeete anlegen, Kartoffeln legen, Erntefest, den Bach beobachen (Hochwasser/Austrocknung) und vieles andere

Sprache und Literacy


Auch diesem Bereich wird bei uns ein hoher Stellenwert eingeräumt. Sprache ist "der Schlüssel zur Welt" und ein sehr wichtiges Medium, um mit anderen in Kontakt zu treten. Durch Sprache können wir unsere Wünsche, Bedürfnisse und Interessen artikulieren und mit anderen kommunizieren.

Folgende Angebote und Aktivitäten gehören für uns zum täglichen Tagesablauf:

  • Leseecke mit Sofa und einer großen Auswahl an Sach- und Bilderbüchern
  • Tägliches Anschauen und Vorlesen von Bilderbüchern (auch während des Freispiels)
  • Vorlesen einer Geschichte nach dem Mittagessen
  • Regelmäßiges Erzählen von Märchen und Geschichten (mit Gestaltung einer Mitte)
  • Reime und Fingerspiele
  • Tägliche Erzählrunden zu verschiedenen Themen, die die Kinder beschäftigen (z.B. Geburtstag, Umzug, Unfälle, Besuche, Feste, Tiere...). Jeder darf sich äußern und Fragen stellen.
  • Neue Begriffe einführen, erklären und festigen
  • Nacherzählen von gelesenen Texten und über das Gehörte diskutieren
  • Im Freispiel gibt es viele Möglichkeiten für Rollenspiele zwischen den Kindern, außerdem haben wir eine große Auswahl an Verkleidungsstücken
  • Schreiben und Schrift: Verschiedene ABC-Spiele, Buchstaben, Hefte, Stempel usw.

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport


Auch dies ist ein Bereich, der in unserer Einrichtung viel Raum einnimmt und auf vielfältige Weise umgesetzt wird.

Ausreichende Bewegung beugt Haltungsschäden vor, verbessert die Konzentration, baut Stress ab und Selbstbewusstsein auf, stärkt die Muskulatur und die Körperwahrnehmung (Was schaffe ich mit meinem Körper? Wo komme ich an meine Grenzen? Was tut mir gut, was nicht?).

Das Gleichgewicht wird verbessert und die Kinder haben in der Regel ein geringeres Verletzungsrisiko, weil sie ihren Körper besser beherrschen können und das "Fallen lernen".

Außerdem fördert Bewegung die Koordination des Körpers und verbessert somit nicht nur die Grobmotorik, sondern auch die Feinmotorik und hat Einfluss auf die Sprachentwicklung.

Die freie Bewegung fördert zudem sehr stark die Kreativität: Da im Turnraum wenig vorgefertigtes Material vorhanden ist, wird die Phantasie der Kinder angeregt. So bauen sie z.B. aus dem Klettergerüst und Matten ein Piratenschiff, eine Insel, ein Gefängnis und Bälle sind einmal Eintrittskarten und ein anderes Mal Kanonenkugeln.

Außerdem werden im Turnraum viele Rollenspiele erfunden, Tänze ausprobiert, Eistänzerin oder Fußballprofi gespielt und vieles mehr! Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang und wir möchten daher möglichst viele Situationen schaffen, damit sie diesen auch ausleben können:

  • Der Bewegungsraum kann während des Freispiels von allen Kindern genutzt werden, dabei ist die Anzahl der Kinder meist nicht reglementiert
  • Der Raum ist ausgestattet mit einem Klettergerüst, Leiter zum Einhängen, Langbänken zum Einhängen (Rutsche bauen) oder Balancieren, großen Gymnastikbällen, Autos mit Lenkstange, Hüpftiere und vielen Matten. Außerdem wird das Angebot abwechselnd und bei Bedarf ergänzt durch Tücher, Bälle, Kegel, Seile, Reifen, Stäbe usw., um immer neue Bewegungssituationen zu gestalten, z.B. Hindernislauf, Schaukel aus Reifen und Matten.
  • Tänze einüben (für Feste, Maitanz, Kerzentanz usw.)
  • Bewegungsspiele wie "Feuer, Wasser, Blitz" oder "Der Fuchs geht um"
  • Bewegen zu verschiedenen Rhythmen (schnell, langsam, zu einem bestimmten Takt)
  • Raumerfahrungen machen (oben, unten, in der Mitte, rechts, links, auf, neben usw.)
  • Verschiedene Materialien und ihre Eigenschaften kennenlernen (Bälle, Stäbe...)
  • Auch im Stuhlkreis werden immer wieder Bewegungsspiele wie der "Flohtanz" mit eingebaut, damit sich die Kinder anschließend wieder besser konzentrieren können.
  • Auch unser großer Garten bietet viele Möglichkeiten: Kletterturm mit Rutschen, Mauern, Schaukeln, Laster, Schaufeln, Kletterbäume, Fußbälle usw. laden zum Bewegen und Austoben ein.

Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte


Auch dies sind sehr wichtige Bereiche in unserer täglichen Arbeit am Kind, die wir wie folgt umsetzen:

  • Die Kinder werden von uns stetig dazu angeleitet, ihre Gefühle auszudrücken und zu benennen
  • Sensibilisierung für das Erkennen von eigenen Grenzen und den Grenzen anderer Kinder/Erwachsenen (z.B. beim Rangeln und Toben, bei Berührungen)
  • Erzieher sind selbst auch authentisch im Äußern ihrer Gefühle und Wahrnehmungen und somit ein Vorbild
  • Wir fördern Kontakte, soziale Beziehungen und Freundschaften zwischen den Kindern (durch gemeinsames Essen, lange Freispielzeit, Kinder dürfen selbst wählen, viele verschiedene Spielecken usw.)
  • Die Kinder werden dazu ermutigt, ihre Meinung zu sagen und diese selbstbewusst zu vertreten
  • Konflikte unter den Kindern werden (zum Teil mit Hilfe des pädagogischen Personals) identifiziert und nach einer zufriedenstellenden Lösung gesucht
  • Die Kinder werden dazu angeleitet, ihre Konflikte verbal zu lösen
  • Wir haben verschiedene Rückzugsmöglichkeiten (Leseecke, Kuschelecke, Nebenzimmer), wenn die Kinder Ruhe brauchen
  • Die Kinder haben immer einen Ansprechpartner, wenn sie Trost, Wärme und Geborgenheit suchen

Werteorientierung und Religiosität


  • Wir führen mit den Kindern viele Gespräche über Themen wie Gott, Jesus, Nächstenliebe, Gemeinschaft, auch über das Sterben und den Tod (z.B. an Allerheiligen, bei Todesfällen).
  • Wir gehen auch auf andere Religionen ein, dieses Thema betrifft unsere Gruppe allerdings kaum und wird daher nur am Rande behandelt.
  • Wir bereiten uns mit den Kindern auf die christlichen Feste vor und feiern diese: Erntedank, Allerheiligen, Sankt Martin, Advent, Nikolaus, Weihnachten, Blasissegen, Aschenkreuz/ Fastenzeit und Ostern.
  • Auch der jeweilige Kaplan kommt regelmäßig zu uns in den Kindergarten, um mit den Kindern kleine, religiöse Einheiten zu den jeweiligen Festen zu halten.
  • Wir nehmen mehrmals im Jahr an den Fmiliengottesdiensten teil, beteiligen uns zusammen mit dem Familienkreis an den Vorbereitungen und beziehen die Kinder in den Gottesdienst mit ein.
  • In regelmäßigen Abständen besuchen wir auch die Tagespflege im Ort, um die Senioren zu besuchen und mit ihnen gemeinsam einen kleinen Gottesdienst zu feiern.
  • Es werden immer wieder religiöse Angebote für die Kinder vorbereitet, diese werden nach der Anleitung des Religionspädagogen Franz Kett durchgeführt. Das Besondere an dieser Methode ist das ganzheitliche Erleben: Wir singen, bewegen uns, hören, fühlen und gestalten mit verschiedenen Materialien ein schönes Bild in unserer Mitte, welches bei den Kindern noch lange nachwirkt (z.B. an Allerheiligen das "Himmelshaus" für die verstorbenen Seelen).
  • Wir leben eine Friedenserziehung, das bedeutet: gut zu sich selbst und anderen sein, sich nach einem Streit wieder versöhnen, den anderen so annehmen wie er ist, einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung (Menschen, Tiere, Pflanzen, Nahrung) üben usw.

Gesundheit

Dieser große Bereich lässt sich in verschiedene Teilbereiche gliedern und wird bei uns auf folgende Art und Weise umgesetzt:


  • Stärkung der Lebenskompetenzen als Suchtpävention: Gefühle zulassen, ausdrücken und darüber sprechen, Konfliktlösungsstrategien entwickeln usw.)
  • Gesunde Ernährung als beständiges Thema im Alltag (Eltern dazu anhalten, ihrem Kind eine gesunde Brotzeit einzupacken, Angebot von Schulobst,Thema: gesunde Zähne, welche Lebensmittel sind gut/schlecht für unsere Zähne?, Getränkeangebot: ungesüßter Tee und Wasser, einmal wöchentlich Zubereitung von gesunden Mahlzeiten wie Gemüsesuppe, usw.)

Umgang mit Stress

  • Nach anspruchsvollen, kognitiven Beschäftigungen gehen wir zum Bewegen in den Turnraum oder Garten.
  • Wir versuchen, den Lärmpegel niedrig zu halten, in dem wir den Turnraum geöffnet haben - im Gruppenraum kann dadurch ruhig und konzentriert gespielt werden.
  • Tägliche "Übungen der Stille" bringen die Kinder immer wieder zur Ruhe (Klangschale anschlagen, einer Spieluhr lauschen, ein Glöckchen herum geben, ohne das es klingelt, Flüsterspiele usw.)
  • Die Kinder haben Rückzugsmöglichkeiten in den verschiedenen Ecken (besonders die Leseecke und die Kuschelecke)

Vermeidung von Krankheiten

  • Regelmäßiges Händewaschen, jedes Kind hat sein eigenes Handtuch
  • Die Kinder werden dazu angehalten, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten
  • Kinder, die sich nicht wohl fühlen, werden nach Möglichkeit abgeholt
  • Dem Wetter angepasste Kleidung anziehen, die Kinder haben in der Einrichtung auch Matschhosen und Gummistiefel
  • Tägliche Bewegung an der frischen Luft, häufiges Lüften des Raumes
  • Jedes Kind hat seinen eigenen Trinkbecher (mit Namen und selbstgewähltem Motiv)

Sicherheit und Schutz

  • Aufklärung über Gefahrenquellen (Feuer, heiße Gegenstände, Türen, Treppen usw.)
  • Klettern üben, bei jüngeren Kindern mit Hilfestellung (Klettergerüst, Bäume)
  • Sicheres Verhalten im Straßenverkehr üben (bei Spaziergängen)
  • Richtiges Verhalten bei Unfällen und Feuer üben (Adresse kennen, Notruf absetzen, die Großen bekommen jedes Jahr das "Trau-Dich-Programm des BRK)

Körper und Sexualität

  • Verschiedene Bücher zum Thema Körper und Sexualität
  • Bücher über Gefühle (gute und schlechte Gefühle, Geheimnisse usw.) und über das Setzen von Grenzen ("Ich sag' Nein", "Das große und das kleine Nein", "Mein Körper gehört mir", usw.) - als Schutz vor Mißbrauch durch andere.
  • Verschiedene Puzzles (Körper von Jungen/Mädchen, Schwangerschaft und Geburt, Familie: Vom Baby zum Greis)

Geschlechterbewusste Erziehung

  • Die Kinder werden dazu ermutigt, auch nicht geschlechtstypische Spiele auszuprobieren. Viele Mädchen klettern und toben gerne oder spielen auch mal Fußball, während die Jungs sich hin und wieder auch gerne mit Bügelperlen oder Webrahmen beschäftigen oder in der Puppenecke spielen.
  • An den Familienabenden und Geburtstagen kommen auch oft die Väter mit in die Einrichtung und spielen mit den Kindern.
  • Auch Reparaturen im Haus und Gartenarbeiten werden oft von Vätern übernommen und die Kinder können dabei zuschauen oder sogar mithelfen.

Mathematik

  • Verwendung von Montessori-Materialien (z.B. Einsatzzylinder, rosa Turm, braune Treppe, geometrische Formen, Spindelkasten, goldenes Perlenmaterial, binomischer Würfel...)
  • Diverse Zahlen- und Würfelspiele, Ziffern und Mengen erkennen und erfassen
  • Abzählreime, die Kinder im Morgenkreis zählen, Mengen zählen bei Bewegungsspielen
  • Zeitliche Ordnung (Datum erarbeiten, Kalender)
  • Uhrzeit/Tagesablauf
  • Einsatz von Messinstrumenten (Lineal, Zollstock, Waage)
  • Ziffern von 0 bis 9 als Stofftiere für die spielerische Erfahrung, Zahlenprojekt bei der vertieften Kooperation mit der Grundschule
  • Wiegen (beim Backen und Kochen), Kekse oder andere Sachen abzählen
  • Spielgeld für die Puppenecke
  • Muster legen, Perlen fädeln

Ästhetik, Kunst und Kultur

  • Malen mit verschiedenen Stiften und Farben (Wasserfarben, Wachsmalkreiden, Ölkreiden, Buntstiften, Filzstiften)
  • Einsatz von verschieden Techniken (Knüllen, Reißen, Falten, Schwammdruck, Stempeldruck, usw.)
  • Einsatz von verschiedensten Papierarten
  • Malen zu bestimmten Themen (Bücher, Erlebnisse usw.)
  • An unserem großen Basteltisch gibt es viele verschiedene Materialien für die freie Gestaltung: Stifte, Scheren, Kleber, "wertloses Material" wie Küchenrollen und Schachteln, Tapetenreste, verschiedene Papiersorten, Wolle, Federn, Strass- und Glitzersteine, Glitzerfolie, Goldstifte, Stoffe, Tesa, Geschenkpapier usw. Damit erschaffen die Kinder während des Freispiels immer wieder neue, kreative Kunstwerke.
  • Mandalas aus Naturmaterialien legen (Rinde, Blumen, Zweige, Federn...)
  • Im Sommer gestalten die Kinder im Sandkasten verschiedene Objekte (schön verzierte Sandkuchen, Räuberfallen, Ritterburgen, Vulkane usw.)
  • Essen: Buffet zu verschiedenen Themen aufbauen, z.B. "Feuerbuffet"-nur rote/gelbe/orange Lebensmittel, "Frau Holle-Buffet" - nur weiße Lebensmittel), aus Lebensmitteln Muster legen, Tiere gestalten oder ähnliches
  • Theater und Rollenspiel: Wir haben eine große Verkleidungskiste in der Puppenecke mit Kostümen, Hüten, Taschen, Tücher, Schleiern, usw. Außerdem nutzen wir immer wieder die Schminkfarben, um die Phantasie der Kinder noch mehr anzuregen.

Naturwissenschaften und Technik

  • In unserem Bestand gibt es viele Sachbücher zu verschiedensten Themen (z.B. Vulkane, Dinosaurier, Wald, Feuerwehr, Bauernhof, Baustellen, Tiere, Bilderlexikon...)
  • Experimente durchführen (z.B. Wasser einfrieren oder verdampfen, das Wachstum von Pflanzen unter verschiedenen Bedingungen beobachten, die Brennbarkeit verschiedener Materialien, einen Vulkanausbruch darstellen)
  • Wir besuchen gerne die Baustellen im Dorf und schauen den Arbeitern eine Weile zu (Straßenbau, Häuserbau, Dachdecker, Stadtarbeiter am Bach usw.)
  • Elektronik - Experimentierkasten (Schaltkreise für Lampe, Klingel, Ventilator aufbauen)
  • Magnetspiele und Mikroskope
  • Geräusche - Memory (akustische Darstellung verschiedener Alltagsgeräusche)
  • An unserem großen, kindgerechten Kalender wird täglich das Datum, die Jahreszeit und das Wetter erarbeitet
  • Für den Garten gibt es Lupendosen, um Spinnen, Käfer, Würmer und ähnliches genauer zu beobachten
  • Sammeln und Erkunden von Naturmaterialien wie Rinde, Blätter, Tannenzapfen, Samen und Nüssen
  • Verschiede Entwicklungspuzzles (z.B. von der Raupe zum Schmetterling)
  • Naturkreislauf beobachten (z.B. Keimen, Wachsen, Blühen, Vergehen)
  • Verschiedene Sachbücher (z.B. von der Blüte zur Frucht, Gewinnung von Schafwolle, Pflanzen- und Tierbestimmung)
  • Sachbücher über die Erde, die Kontinente, die Meere, die verschiedenen Völker, den Weltraum, das Sonnensystem usw.
  • Verschiedenste Materialien zum Bauen und Konstruieren (z.B. Lego, Bausteine, Hammerspiel, Matten und Tücher im Turnraum, usw.)
  • Spiele mit Wasser (Schütten, Pumpen, Gießen, was schwimmt oben? Wasser in Pipetten und Spritzen ziehen, Wasserbahn usw.)
  • Seifenblasen, Luftballons aufblasen
  • Arbeiten im Alltag: Kochen, Backen, Spielsachen reparieren, Garten pflegen usw.
  • Gespräche mit den Kindern über verschiedene Themen (z.B. Wie lebten die Menschen in früheren Zeiten? Was kann man gegen die Umweltverschmutzung tun? Wie ist die Erde entstanden? Wie leben die Menschen in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten?)

Übergänge erfolgreich gestalten


Öffnung der Gruppe für Kinder unter 3 Jahren:
  • Die älteren Kinder lernen Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein (beim Spaziergang auf das Tempo der Jüngsten eingehen, Vorsicht üben beim Toben und Rennen, Mithilfe beim Getränke eingießen, anziehen usw.)
  • Die jüngeren Kinder ahmen die älteren Kinder nach und lernen daher schnell von ihnen, weil sie ein wichtiges Vorbild sind.

Übergang von der Krippe/Zuhause in den Kindergarten:

  • Mehrmaliges Schnuppern mit den Eltern über mehrere Stunden
  • Elternabend für die neuen Eltern (Vorstellen der Einrichtung, des Tagesablaufs, der pädagogischen Arbeit, Möglichkeit Fragen zu stellen)
  • Wenn möglich zeitversetzte Aufnahme (nicht alle neuen Kinder kommen am gleichen Tag), so dass man besser auf jeden Neuzugang eingehen kann
  • Am ersten Tag im Kindergarten sucht sich das neue Kind gemeinsam mit den Eltern einen Platz mit einem festen Symbol aus und bringt seine Sachen unter (Hausschuhe, Matschkleidung, Gummistiefel, Wechselwäsche usw.)
  • Jedes neue Kind darf sich einen Trinkbecher aussuchen, der nach seinen Wünschen gedruckt wird (Name, Motiv und Farbe)
  • In der ersten Woche verkürzen wir in der Regel die Kernzeit für die neuen Kinder - sie sind vielen neuen Reizen ausgesetzt und sollen auch die Sicherheit haben, dass die Eltern nach einem angemessenen Zeitraum wieder kommen, um sie abzuholen
  • Falls ein Kind trotz guter Vorbereitung auf den Kindergarten doch weint und Probleme mit der Ablösung von den Eltern hat, versuchen wir es zu beruhigen und telefonieren in den ersten Tagen noch einmal mit den Eltern, damit sie die Gewissheit haben, dass es ihrem Kind gut geht.
  • Die älteren Kinder aus der Gruppe übernehmen für die erste Zeit eine Art "Patenschaft" für ein neues Kind. Sie begleiten es zur Toilette und zum Händewaschen, helfen beim Getränke holen, beim Anziehen und nehmen es mit ins gemeinsame Spiel. All dies ist natürlich eine freiwillige Hilfestellung und manche neuen Kinder möchten sogar lieber alles von Anfang an alleine machen.
  • Die neuen Kinder dürfen während der Eingewöhnungszeit (etwa bis Dezember) etwas von Zuhause mitbringen, das ihnen vertraut ist und Sicherheit gibt (z.B. ein Kuscheltier, Kissen, Schnuffeltuch)
  • In der Eingewöhnungszeit geht es am Anfang vor allen Dingen darum, einen fest strukturierten Tagesablauf einzuhalten, dies gibt dem Kind Sicherheit. Außerdem planen wir in den ersten Wochen keine größeren Aktivitäten, sondern nehmen uns bewußt ganz viel Zeit, um die neuen Persönlichkeiten in unserer Gruppe kennen zu lernen und an unseren Tagesablauf zu gewöhnen.

Übergang vom Kindergarten in die Schule:

  • Die Vorschulkinder im letzten Jahr treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Arbeiten in der Gruppe. Dies hat den Hintergrund, dass sie lernen sollen, innerhalb der Gruppe selbständig und in einem ähnlichen Tempo zu arbeiten. In dieser Zeit werden zum Beispiel Bastelarbeiten angeboten, Bilderbücher mit langen Texten vorgelesen oder Sachthemen erarbeitet, Sprachspiele und Reime gemacht, Arbeitsblätter bearbeitet und vieles mehr.
  • Die Großen unternehmen öfter längere Wanderungen ( z.B. zum Wald), um die Natur zu erkunden und Naturmaterialien zu sammeln. Auch nach Haßfurt laufen wir hin und wieder und gehen z.B. ins BIZ oder besuchen die Schule.
  • Seit einigen Jahren wird für die zukünftigen Schulkinder ein Projekt auf dem Bauernhof angeboten, dieses umfasst 5 bis 6 Besuche.
  • Der Fokus bei den Großen liegt nun auf dem Erreichen einer großen Selbständigkeit (auf seine Sachen achten, Aufträge erledigen, Verantwortung übernehmen usw.)
  • Vertiefte Kooperation mit der Grundschule (eine Lehrkraft kommt einmal pro Monat zu uns in die Einrichtung und wir machen gemeinsam Lernspiele, Sprachspiele, Arbeitsblätter, Ziffern lernen und ähnliches)
  • Schulbesuche im Rahmen von Soft-Step (ca. 3 malpro Jahr)
  • Die ehemaligen Schulkinder besuchen uns teilweise in den Ferien und erzählen ihren Freunden von der Schule
  • Wir beschäftigen uns vermehrt damit, Zahlen und Buchstaben spielerisch kennen zu lernen (keine Verschulung!)
  • Richtige Stifthaltung üben, den Umgang mit Schere und Klebstoff perfektionieren, Spitzen und Radieren üben, Ausmalübungen usw.
  • Merkfähigkeit, Konzentration und Ausdauer über einen längeren Zeitraum üben
  • Eltern bei der Wahl einer geeigneten Schule beraten
  • Elternabend für zukünftige Schuleltern anbieten
  • Eltern und Kinder basteln gemeinsam die Schultüten
  • Büchertaschen mitbringen und zeigen
  • Übernachtungsfest, Abschiedsfeier und traditionelles "Rausschmeißen" der Großen

Mitwirkung der Kinder am Bildungs- und Einrichtungsgeschehen (Partizipation)

Geburtstagsfeier:

Am Geburtstag steht das einzelne Kind ganz besonders im Mittelpunkt und hat viele Möglichkeiten zum Mitwirken.

Es darf z.B. an diesem Tag alle Elemente im Morgenkreis übernehmen, sich ein Geburtstagsessen wünschen, sich Besuch von zuhause einladen und sich seine liebsten Spiele und Lieder wünschen.

Jedes Kind gestaltet bei Eintritt in den Kindergarten mit seiner Familie sein persönliches Geburtstagshaus, darauf wird für jedes Lebensjahr ein Foto geklebt und mit einem kleinen Text versehen. An jedem Geburtstag kommt ein neues Bild dazu und wir schauen gemeinsam mit den Kindern das "Lebenshaus" an.

Die Kinder dürfen bei der Auswahl der Geburtstagsgeschenke mitbestimmen, im Moment gibt es eine Schatztruhe mit ganz verschiedenen Dingen und das Geburtstagskind kann sich selbst etwas aussuchen.

  • Wenn es organisatorisch möglich ist, können die Kinder wählen, ob sie lieber im Garten oder im Gruppenraum spielen möchten.
  • Regelmäßige, demokratische Abstimmungen mit der Gruppe (z.B. Gehen wir in den Garten oder Spazieren? Welche Bücher/Spiele kaufen wir? Welche Lieder singen wir bei einem Fest?)
  • Freispielzeit (jedes Kind darf selbst entscheiden, wo, mit wem und wie lange es in einem Bereich spielen möchte - allerdings müssen die Regeln eingehalten werden, z.B. Lautstärke beachten)
  • Gesprächsregeln einhalten (jeder darf erzählen, ausreden lassen, zuhören, sich melden usw.)
  • Eingehen auf alle Themen, welche die Kinder beschäftigen und interessieren, auch "schwierige" Themen wie Tod, Krankheit und Trauer. Diesem Bereich geben wir bewusst viel Raum und es finden fast täglich tolle Diskussionsrunden statt über Themen, die den Kindern aktuell sehr wichtig sind.
  • Verantwortung für sich und die Gemeinschaft übernehmen (Spielbereiche aufräumen, Tischdienst übernehmen, Patenschaften übernehmen und jüngeren Kindern helfen, usw.)
  • Reflexionsrunden über den Alltag (Was hat mir heute gut/nicht so gut gefallen?)
  • Kinderkonferenzen (zu bestimmten Themen, z.B. Was können wir tun, damit der Maltisch besser aufgeräumt wird? Welche Dinge wollen wir bei einem Fest anbieten?)